Teambild 0,5 Familienaufstellungen Leiten
Lösungsorientiertes Arbeiten mit Familien-, Struktur- + Organisationsaufstellungen in der Einzelberatung und mit Gruppen
300 Unterrichtsstunden, 7 verlängerte Wochenenden und 20 Abende, April 2009 bis Oktober 2010

Schwerpunkte der Ausbildung
Einen Hauptschwerpunkt bildet das Familienstellen in seiner klassischen Form, wie sie von Bert Hellinger ursprüngliche entwickelt wurde. Dazu gehört, dass dem Klienten (wir beschränken uns nur zur sprachlichen Vereinfachung auf die männliche Form.) ausreichend Raum gegeben wird, die volle Entfaltung guter Lösungen im eigenen inneren Raum durchzuspüren. Die Teilnehmer erfahren die Kraft der Aufstellungsarbeit zunächst vor allem in eigenen Aufstellungen. Als Stellvertreter und durch zunehmend selbständiges Leiten lernen Sie die Dynamiken der Verstrickung und die Prinzipien für die Wiedergewinnung der guten Ordnungen der Liebe tiefer zu verstehen und damit umzugehen.

Die Prinzipien des Familienstellens wurden schon bald erfolgreich auf Wirtschafts- und Non-Profit-Organisationen übertragen und zu
Organisationsaufstellungen weiter entwickelt. Auch Organisationen sind lebende menschliche Systeme. Für Probleme in Teams, schwer zugängliche Konflikte sowie in Phasen der Umorganisationen und strategischen Neuausrichtung haben Sie sich mit eigenem Methoden-Repertoire als eigenständige Fachdisziplin etabliert. Organisationsaufstellungen eignen sich sehr gut für die Bearbeitung vieler Coaching- und Supervisions-Anliegen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Familienstellen werden herausgearbeitet.

Die dritte Gruppe von Systemaufstellungen bilden die
Strukturaufstellungen, um deren Entwicklung sich vor allem Varga von Kybed und Insa Sparrer verdient gemacht haben. Auch wir haben aus der täglichen Beratungspraxis eine Vielzahl von Strukturaufstellungsformaten entwickelt. Diese Aufstellungsform arbeitet nicht – wie die oben genannten – mit vorgefundenen „phänomenologischen“ Ordnungen sondern basiert auf dem „konstruktivistisch“-systemischen Verständnis, wonach Menschen Problem- und Lösungsmuster nach bestimmten psychodynamischen Prinzipien selbst kreieren. Strukturaufstellungen sind hilfreich bei der Entscheidungsfindung, innerer Verändurungsarbeit von der Problem- zur Lösungsorientierung sowie für viele Fragestellungen des entwicklungsorientierten Coachings.

Als spezielle Form von Strukturaufstellungen können wir das von uns auf Basis der Erkenntnisse von Richard Schwartz entnwickelte Verfahren der
Aufstellung des internen Familiensystems (AIF) verstehen. In der Ausbildung lernen Sie, die internen Persönlichkeitsanteile eines Klienten, Die Manager, die Verbannten und die Agitatoren zu verstehen. In der Beratung werden die zwischen diesen internen Teilen bestehenden Konflikte unter Moderation und Steuerung des Selbstes harmonisiert und integriert. Vertiefende Informationen finden Sie auf der Internetseite: www. schulzebremer.de/Beratertraining/Aufstell. d. internen Familie.
Ziele der Ausbildung
In sechs, zum Teil verlängerten, Wochenenden werden die Wissensgrundlagen für die oben genannten Aufstellungsverfahren vermittelt. In 20 Abendseminaren besteht viel Raum das Leiten von Aufstelllungen zu üben. Dabei besteht auch Gelegenheit zunehmend Aufstellungen mit externen Klienten unter Supervision zu leiten.
Theoretisches Wissen, Erkenntnisse und Erfahrungen werden im Verlauf der Ausbildung zu immer größerer Handlungskompetenz zusammengeführt. Die Teilnehmer werden dazu angeregt eigene systemische Verstrickungen zu erkennen und zu lösen. Die hierdurch entstehenden Lösungs- und Klärungsprozesse tragen wesentlich zum Aufbau der notwendigen Kompetenz und Klarheit in der systemischen Arbeit bei. Ziel der Ausbildung ist vor allem die Kompetenz in der Arbeit mit Einzelpersonen zu vermitteln. Dazu gehören auch systemische Kurzinterventionen und Präsenzarbeit. Darüber hinaus fördern wir nach Wunsch das Leiten von Gruppenaufstelllungen
Methoden in der Ausbildung
Präsenz-, Atem- und Bewegungsübungen zur Schulung der Körperwahrnehmung, Entwicklung von Achtsamkeit und Verfeinerung der Intuition als Leiter
Üben von Aufstellungs-Teilen und verschiedenen Einzel-„Formaten“
Aufstellungen in Gruppen und in der Einzelarbeit zu den verschiedenen Aufstellarten
Arbeit mit Stellvertretern, Bodenankern, Holzfiguren und anderen Materialien

Inhalte der Ausbildung:
Zustand und innere Haltung beim Leiten einer Aufstellung
      Eigene systemische Verstrickungen klären
        Einleitungsinterviews und Differentialdiagnostik
          Erstellen von Genogrammen
            Hypothesen bilden und überprüfen
                Interventionsmodule für Faamilienaufstellungen
                Für die wesentlichen Verstrickungen, die in Familiensystemen vorkommen, wurden Module entwickelt, mit denen systemische Dynamiken ans Licht gebracht und aufgelöst werden können. Beispiele hierfür sind: Triangulierung / Parentifizierung, Nachfolge, Ausgleich von Geben und Nehmen, Identifikation, Ehre geben, Fremdgefühle zurückgeben, Anmaßung auflösen, Rangfolge klären, den eigenen Platz finden u.a.
                Formate für Strukturaufstellungen

                  Struktur der Ausbildung
                  Sieben Wochenend-Block-Seminare, je 30 Unterrichtsstunden
                  Dauer jeweils: Do 17.30 – 21.30 Uhr, Fr, Sa 9.00 – 18.00 Uhr und So 10 – 14.00 Uhr
                  = 28 Unterrichtsstunden x 7 Wochenenden = 196 Unterrichtsstunden

                  21 Abende Aufstell- und Vertiefungsabende
                  Aufstellung eigener Anliegen und Aufstellungen Leiten üben unter Supervision
                  Jeweils 17.30 Uhr bis 21.45 Uhr nach Absprache unter Leitung von Uwe Storm
                  = 21 x 5 Übungsstunden = 105 Unterrichtsstunden

                  Selbstorganisierte Lerngruppen und Literaturstudium zwischen den Seminaren
                  Vor allem zum Üben von Familien-, Organisations- und Struktur-Aufstellungen in der Einzelarbeit

                  Wir empfehlen die Führung eines persönlichen Lerntagebuches
                  Prüfung
                  Teil der Ausbildung ist eine Prüfung. Sie besteht aus:
                  1. Einer schriftlichen Selbstreflexion zum Selbsterfahrungsprozess mit dem Familienstellen bis zum Beginn des 4. Seminarblocks im Umfang von 3 DIN A4 Seiten.
                  2. Eine vollständig selbst unter Supervision durchgeführte Aufstellung.
                  3. Protokoll einer Aufstellung in einer Einzelberatung bzw. systemischer Kurzintervention im Umfang von ca. 2 DIN A4 Seiten bis zum Beginn des 7. Seminarblocks.
                  4. Abschluss-Kolloquium in Gruppen zu den wichtigsten theoretischen Grundlagen der Aufstellungsarbeit während des 7. Seminarblocks.
                  Zertifikat
                  Die Teilnehmer erhalten nach Teilnahme an mindestens 90% der Ausbildungszeit ein Zertifikat über die Teilnahme, ggf. mit der Bestätigung über die bestandene Prüfung

                  Termine auf Anfrage

                  Lesen Sie auch ertiefende Texte zum Systemischen Verständnis.